{"id":3315,"date":"2021-12-21T16:15:11","date_gmt":"2021-12-21T15:15:11","guid":{"rendered":"https:\/\/grenzarbeit.eu\/venlo\/?p=3315"},"modified":"2022-01-19T16:20:28","modified_gmt":"2022-01-19T15:20:28","slug":"pressemitteilung-fruehzeitige-beratung-schuetzt-vor-fehlern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/grenzarbeit.eu\/venlo\/pressemitteilung-fruehzeitige-beratung-schuetzt-vor-fehlern\/","title":{"rendered":"Pressemitteilung: Fr\u00fchzeitige Beratung sch\u00fctzt vor Fehlern"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fr\u00fchzeitige Beratung sch\u00fctzt vor Fehlern<\/strong><\/p>\n<p><strong>In dem Land, in dem man arbeitet, ist man auch sozialversichert. Eine Regel, die man sich leicht merken kann. Komplizierter wird es jedoch, wenn das Thema Homeoffice ins Spiel kommt, sofern man zu den Grenzg\u00e4nger z\u00e4hlt. Das sind etwa Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die in Deutschland wohnen, aber in den Niederlanden arbeiten. Die EU hat j\u00fcngst die coronabedingte Ausnahmeregelung verl\u00e4ngert. Auf diese Besonderheit, aber auch auf andere wichtige Themen wie Krankenversicherung, Kindergeld, Steuern und weitere Regelungen sind die Expertinnen und Experten der GrenzInfoPunkte entlang der deutsch-niederl\u00e4ndischen Grenze k\u00fcrzlich im Rahmen eines Web-Seminars eingegangen. Ihre Schlussfolgerung: Es gibt einige allgemeing\u00fcltige Bestimmungen, oftmals ist jedoch eine Einzelfallpr\u00fcfung erforderlich. Die GrenzInfoPunkte stehen dazu mit ihrem kostenlosen Beratungsangebot zur Verf\u00fcgung.<\/strong><\/p>\n<p>Die Corona-Pandemie wirkt sich seit \u00fcber anderthalb Jahren auch stark auf die Arbeitswelt aus. Angestellte, die zuvor jeden Tag an ihrer Arbeitsst\u00e4tte verbracht haben, finden sich pl\u00f6tzlich im Homeoffice wieder. Wer nicht in dem Land lebt, in dem er arbeitet, muss dabei einige Dinge beachten, wie Denise Leenders und Julia Dillmann, Beraterinnen bei den GrenzInfoPunkten, in dem Web-Seminar unterstrichen haben.<\/p>\n<p>In dieser Ausnahmesituation wird den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern jedoch vom Gesetzgeber der R\u00fccken gest\u00e4rkt: \u201eW\u00e4hrend der Corona-Pandemie wurden Ausnahmen geschaffen, um zu verhindern, dass Personal und Unternehmen pl\u00f6tzlich mit anderen Regeln f\u00fcr Sozialversicherung und Steuern konfrontiert werden. Bei der Sozialversicherung und den Steuern wird davon ausgegangen, dass Ihre Besch\u00e4ftigten unter dasselbe System fallen wie vor der Pandemie\u201c, erkl\u00e4rt Julia Dillmann. Denise Leenders erg\u00e4nzt: \u201eArbeitet der oder die Besch\u00e4ftigte wegen der Corona-Ma\u00dfnahmen von zu Hause, ver\u00e4ndert dies den Sozialversicherungsstatus nicht. Es wird so getan, als h\u00e4tte er oder sie in dieser Zeit im B\u00fcro gearbeitet.\u201c<\/p>\n<p><strong>Soziale Sicherheit bei Grenzpendlern<\/strong><\/p>\n<p>In dem Web-Seminar kamen verschiedene Punkte der Sozialversicherung zur Sprache. Dazu z\u00e4hlen Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung und in Deutschland die gesetzliche Unfallversicherung. Au\u00dferhalb der derzeitigen Sonderregelung, die gerade erst bis zum 30. Juni 2022 ausgeweitet wurde, gilt das \u201eAlles-oder-Nichts-Prinzip\u201c. Das bedeutet, dass man grunds\u00e4tzlich nur in einem Land sozialversichert sein kann. In der Regel ist es das Land, in dem man arbeitet. Sobald man jedoch 25 Prozent oder mehr der Arbeitszeit im Wohnland verrichtet, ist man dort sozialversicherungspflichtig.<\/p>\n<p><strong>Besonderheit bei Steuerzahlungen<\/strong><\/p>\n<p>Anders verh\u00e4lt es sich bei der Lohnsteuer. Aufgrund der Pandemie gelten auch hier Ausnahmen, die unl\u00e4ngst bis Ende M\u00e4rz 2022 verl\u00e4ngert wurden. Das Steuerabkommen zwischen Deutschland und den Niederlanden besagt, dass man, wenn man im Wohnland und im anderen Land, in dem der Arbeitgeber einen Sitz hat, arbeitet, auch in beiden L\u00e4ndern Steuern zahlen muss. Die Regelung gilt ab der ersten Arbeitsstunde. \u201eDass es diesen Unterschied zwischen Sozialversicherung und Besteuerung gibt, ist vielen Besch\u00e4ftigten und Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern nicht bewusst. Er ist jedoch immens wichtig und sollte unbedingt beachtet werden\u201c, macht Julia Dillmann deutlich.<\/p>\n<p>Daher raten sie und ihre Kollegin Denise Leenders, sich fr\u00fchzeitig von einem der GrenzInfoPunkte in ihrer N\u00e4he beraten zu lassen: \u201eUnsere Dienstleistungen sind kostenlos und unverbindlich, Grenzpendler und Unternehmen k\u00f6nnen jederzeit gerne Kontakt mit uns aufnehmen.\u201c<\/p>\n<p><strong>So geht\u2019s weiter<\/strong><\/p>\n<p>Auch im kommenden Jahr m\u00f6chten die GrenzInfoPunkte wieder regelm\u00e4\u00dfige Web-Seminare in deutscher und niederl\u00e4ndischer Sprache veranstalten, die sich an Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber auf der einen sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf der anderen Seite richten. \u201eDie genauen Themen und Termine werden wir in den n\u00e4chsten Wochen festlegen und rechtzeitig ank\u00fcndigen\u201c, versprechen Julia Dillmann und Denise Leenders.<\/p>\n<p><strong>\u00dcber die GrenzInfoPunkte<\/strong><\/p>\n<p>Die GrenzInfoPunkte stellen einen unabh\u00e4ngigen, leicht zug\u00e4nglichen Dienst f\u00fcr Grenzg\u00e4ngerinnen und Grenzg\u00e4nger in der deutsch-niederl\u00e4ndischen Grenzregion dar. Ma\u00dfgeschneiderte Informationen werden bereitgestellt und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind mit der Kultur, Sprache und den Systemen auf beiden Seiten der Grenze vertraut. Die Kenntnisse in den Bereichen Steuern, Sozialversicherung und Arbeitsrecht werden durch gemeinsame Schulungen auf dem neuesten Stand gehalten. Die GrenzInfoPunkte sind Teil eines gro\u00dfen Netzwerks und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben gute Kontakte zu Fachleuten der Organisationen beiden L\u00e4ndern. Weitere Informationen sind unter <a href=\"https:\/\/grenzinfo.eu\">www.grenzinfo.eu<\/a> zu finden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fr\u00fchzeitige Beratung sch\u00fctzt vor Fehlern In dem Land, in dem man arbeitet, ist man auch sozialversichert. Eine Regel, die man sich leicht merken kann. Komplizierter wird es jedoch, wenn das Thema Homeoffice ins Spiel kommt, sofern man zu den Grenzg\u00e4nger z\u00e4hlt. Das sind etwa Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die in Deutschland wohnen, aber in den Niederlanden [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-3315","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/grenzarbeit.eu\/venlo\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3315","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/grenzarbeit.eu\/venlo\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/grenzarbeit.eu\/venlo\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/grenzarbeit.eu\/venlo\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/grenzarbeit.eu\/venlo\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3315"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/grenzarbeit.eu\/venlo\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3315\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/grenzarbeit.eu\/venlo\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3315"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/grenzarbeit.eu\/venlo\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3315"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/grenzarbeit.eu\/venlo\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3315"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}